Klimaaktivisten unzufrieden

Kohlekraftwerk

Die Klimaaktivisten sind mit dem Verlauf des Weltklimagipfels in Madrid unzufrieden und haben für Freitag zu neuen Streiks aufgerufen. Die bisherigen Fortschritte auf der Konferenz seien „unzureichend“. Man werde die Vertagung von Entscheidungen nicht länger akzeptieren. Fridays for Future fordert als Sofortmaßnahmen für Deutschland (bis Ende 2019) ein Ende der Subventionen für fossile Energieträger, die Stilllegung eines Viertels der Kohlekraft sowie eine Steuer auf Treibhausgasemissionen. Eine Tonne CO2 müsste schnell so hoch bepreist werden, wie die Kosten, die zukünftigen Generationen dadurch entstehen.

CO2-Konzentration auf Rekordniveau

Die Vereinten Nationen schlagen Alarm. Die Konzentration der klimaverändernden Treibhausgase in der Atmosphäre ist so hoch wie nie. Die Weltwetterorganisation (WMO) warnt vor unumkehrbaren Folgen. Es gebe keine Anzeichen für eine Trendumkehr beim Klimawandel. Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre stieg nach Angaben der WMO 2017 von 403,3 ppm (Teilchen pro Million Teilchen) auf 405,5. Sie lag damit um 46 Prozent höher als in vorindustrieller Zeit (vor 1750). Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) erwartet in einer neuen Studie nicht nur vermehrt Hitzewellen im Sommer, sondern auch starke Kälteeinbrüche in Europa und Nordamerika.