Klimamonitoring-Bericht 2016 für Süddeutschland

Hochwasser am Neckar 2011Der aktuelle Klimamonitoring-Bericht für den Süden Deutschlands belegt das Voranschreiten des Klimawandels. Es muss künftig mit zunehmend extremen Wetterereignissen wie Starkregen, Trockenperioden oder Hitze gerechnet werden. Seit 2001 waren 14 von 15 Jahren in Süddeutschland zu warm. Um den Auswirkungen des Klimawandels begegnen zu können, hat Baden-Württemberg bereits vor einigen Jahren eine Anpassungsstrategie aufgelegt. Beispielsweise werden die Klimaänderungen bei der Planung und beim Bau von Hochwasserschutzeinrichtungen berücksichtigt. Der Monitoring-Bericht wurde im Rahmen des Kooperationsvorhabens KLIWA erstellt.
KLIWA Klimamonitoring-Bericht 2016 (PDF-Datei)
Klimawandel schreitet voran (Pressemitteilung des Landes Baden-Württemberg)

DWD-Studie: Zunahme von Hitzetoten durch extreme Hitzeperioden

Nach einer Studie, die der Deutsche Wetterdienst (DWD) für das Umweltbundesamt (UBA) erstellt hat, erhöhen Hitzewellen das Sterblichkeitsrisiko von Menschen mit koronaren Herzkrankheiten um bis zu 15 Prozent. Grundlage waren Daten aus den Jahren 2000 bis 2010. Im Zuge des Klimawandels rechnen Experten mit einer deutlichen Zunahme von Hitzewellen. Bis zum Ende des Jahrhunderts wird mit einer Zunahme der hitzebedingten Sterblichkeit um den Faktor drei bis fünf gerechnet, falls es gelänge, sich an die veränderten Bedingungen anzupassen. Dabei kann jeder auch selbst einen Beitrag leisten. Als präventive Maßnahmen empfehlen Experten viel Bewegung, gesunde Ernährung und den Verzicht auf Rauschmittel wie Zigaretten und Alkohol. Die Hinweise und Informationen des Hitzewarnsystems des DWD sollten beachtet werden.
Einfluss des Klimawandels auf die Biotropie des Wetters und die Gesundheit bzw. die Leistungsfähigkeit der Bevölkerung in Deutschland